Die einzige Möglichkeit, Kalsoy zu erreichen, ist die Fähre von Klaksvík. Auf der Insel verbindet eine Straße die vier Dörfer, unterstützt von vier Tunneln. Wer sich in den engen, einspurigen Tunneln unsicher fühlt, kann das Auto in Klaksvík stehen lassen und den Bus auf der Insel nehmen.
Es gibt Orte, die schön sind – und es gibt Kalsoy. Seit 2021, als die Insel im Finale von No Time To Die zur offiziellen 007-Kulisse wurde, hat Kalsoy etwas Ikonisches bekommen. Aber ganz ehrlich: Sie wirkt nicht wegen Bond so besonders, sondern weil sie schon immer diese dramatische, raue Energie hatte, die perfekt in einen Film passt.
Als ich damals am nördlichsten Punkt der Insel stand, direkt über den steilen Klippen von Kallur, hatte ich diesen Moment, in dem alles still wurde – obwohl der Nordatlantik unter mir donnerte. Ein Gefühl, als würde die Welt hier einfach aufhören. Ende der Karte. Ende der Straße. Ende der Welt.
Überall auf den Inseln zeigt sich die Liebe zum Detail – harmonische Farben, Formen und Materialien, die perfekt mit der rauen Umgebung verschmelzen.
Kalsoy liegt im Norden der Färöer und ist eine 18 km lange, schmale Insel, die wie ein Dolch von Süden nach Norden aus dem Nordatlantik ragt.
Die Westseite Kalsoys ist sehr gebirgig und wird im Norden von über 300 m hohen senkrechten Basaltklippen geprägt, die direkt ins Meer fallen. Zwischen diesen markanten Felswänden ziehen sich schmale Grate und steile Hänge, die der Küste ihr charakteristisches, dramatisches Profil geben.
Auf der Ostseite zeigen sich vielerorts flachere, hügeligere Hänge und geschützte Täler, in denen die vier heutigen Dörfer liegen: Syðradalur, Húsar, Mikladalur und Trøllanes – zusammen kaum mehr als 150 Bewohner.
Entlang der Insel reihen sich 13 Gipfel, darunter der höchste Punkt Nestindar (787 m).
Einst gab es auf Kalsoy ein fünftes Dorf: Blankskáli, die einzige Ansiedlung auf der rauen Westseite. Am 9. April 1809 ging eine Lawine nieder, die die Häuser nur knapp verfehlte. Menschen blieben unverletzt, doch ein Hund starb und mehrere Nebengebäude wurden zerstört. Aus Sorge vor weiteren Abgängen beschlossen die Bewohner, das Dorf aufzugeben. Zwischen 1812 und 1816 bauten sie ihre Häuser auf der geschützten Südostseite neu auf – dort, wo heute Syðradalur steht.
Heute erinnern nur noch ein Gedenkstein und ein paar Ruinen an Blankskáli.
Um nach Kalsoy zu gelangen, gibt es nur eine Möglichkeit: die Fähre. Kurz nachdem man die versteckte Bucht von Klaksvík verlässt, öffnet sich der Blick auf die Küstenlinie von Kalsoy – einfach atemberaubend.
Die Fähre bietet Platz für nur 12 Autos, dafür gibt es mehrere Überfahrten pro Tag, sodass sich die Anreise gut planen lässt.
nach Kalsoy
Auf Kalsoy gibt es nur eine Straße, die sich von Süden nach Norden durch die Insel zieht – ein schmaler, oft einspuriger Streifen Asphalt, der sich durch grüne Hänge, kleine Täler und vorbei an winzigen Dörfern schlängelt. Wer Kalsoy mit dem Auto erkundet, merkt schnell: Die Tunnel sind der spannendste Teil der Fahrt. Insgesamt vier Tunnel durchziehen die Insel und verbinden die Dörfer. Dunkel, eng, einspurig – hier heißt es vorsichtig fahren und auf Gegenverkehr warten.
Für alle, die sich in den engen Tunneln nicht wohlfühlen, gibt es den Inselbus. Er fährt die Dörfer ab und ist eine entspannte Alternative, um Kalsoy zu entdecken. Wer möchte, kann sein Auto auch in Klaksvík stehen lassen und einfach den Bus auf der Insel nehmen.
Die Straße selbst ist ein Erlebnis: Sie schlängelt sich durch grüne Hänge, öffnet immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die Täler, die kleinen Dörfer und den Atlantik. Jeder Abschnitt zeigt Kalsoy von einer anderen Seite – rau, still und wunderschön. Besonders gegen Norden hin, wenn die Klippen steiler und die Landschaft dramatischer wird, spürt man, wie die Straße selbst zu einem Teil dieses Abenteuers wird.
Die Wanderung zum Kallur Leuchtturm beginnt im kleinen Dorf Trøllanes im Norden von Kalsoy und führt direkt zum nördlichsten Punkt der Insel. Ein schmaler Pfad schlängelt sich über grasige Hügel, vorbei an neugierigen Schafen, die auf den Färöern einfach nicht wegzudenken sind. Die ersten Meter sind sanft, doch schon bald wird klar: Diese Wanderung ist ein Abenteuer, bei dem Wind, Meer und Landschaft untrennbar zusammenkommen.
Kallur Leuchtturm – dramatische Klippen und Ausblicke
Je näher man dem Leuchtturm kommt, desto eindrucksvoller wird die Landschaft. Die Westseite der Insel ragt in steilen Felswänden direkt aus dem Nordatlantik, während die grünen Hänge im Osten sanft in die Täler fallen. Der Kallur Leuchtturm taucht nach einer leichten Biegung zwischen den Hügeln auf – klein, unscheinbar und doch das Herzstück dieser epischen Kulisse.
Gänsehaut am nördlichsten Punkt von Kalsoy
Ich stelle mich noch einmal an den nördlichsten Punkt der Insel. Vor mir fällt das Gelände senkrecht mehrere hundert Meter ins Meer ab. Der Wind bläst scharf, trägt die Möwen wie Geschosse durch die Luft, und zwischendurch, wenn der Sturm kurz nachlässt, hört man die Brandung tief unten, dumpf und doch gewaltig, gegen die Felsen donnern.
Es ist ein Gefühl, als stünde man wirklich am Ende der Welt. Ich verweile einen Moment, versuche an nichts zu denken, nur im Jetzt zu sein – der Nordatlantik, die Klippen, der Wind. Alles andere existiert nicht.
Die Legende der Robbenfrau erzählt von einer Frau, halb Mensch, halb Robbe. Ein Mann aus Mikladalur stiehlt ihr Robbenfell, zwingt sie, bei ihm zu bleiben, und sie verliert damit ihre Freiheit. Sie lebt mit ihm, bekommt Kinder, findet aber irgendwann ihr Fell und kehrt ins Meer zurück.
Aus Rache für den Diebstahl und das erzwungene Leben spricht sie einen Fluch aus: Von diesem Tag an sollen Männer aus Mikladalur auf See oder an den Klippen ums Leben kommen, bis ihre Hände die Insel Kalsoy umspannen. Dieser Fluch ist auch der Ursprung des Spitznamens „Männerinsel“.
Heute erinnert eine Statue in Mikladalur an die Sage. Sie steht am Ufer, robust gegen Wind und Wellen, und macht die Geschichte für Besucher greifbar. Die Robbenfrau ist ein Teil der Kultur und Identität Kalsoys und ein Symbol für Respekt vor Meer, Natur und Leben.
Kalsoy diente als Schauplatz für das Finale von No Time To Die. Die nördliche Spitze der Insel, rund um den Kallur Leuchtturm und das kleine Dorf Trøllanes, stellte das fiktive Versteck des Bösewichts dar. Im Film muss Bond seine Frau und sein Kind retten, während die gesamte Anlage am Ende zerstört wird – Bond selbst kommt nicht rechtzeitig von der Insel und stirbt.
An der Klippenstelle, die im Film als Bonds Ende gezeigt wird, erinnert heute ein Grabstein aus faröischem Basalt mit der Gravur „In memory of James Bond 1962–2021“. Für viele Fans ist Kalsoy seitdem nicht nur eine abgelegene Nordatlantik-Insel, sondern auch ein Ziel, um das dramatische Bond-Finale live nachzuempfinden.
Kalsoy zeigt sich wild und ungestüm, mit steilen Klippen, schmalen Straßen und einsamen Dörfern. Die Legende der Robbenfrau, der Kallur Leuchtturm und die Schauplätze aus No Time To Die verleihen der Insel eine einzigartige Mischung aus Mythos und Realität. Jeder Schritt offenbart die rohe Schönheit des Nordatlantiks. Wer hier steht, spürt die unendliche Weite, die Abgeschiedenheit und dieses besondere Gefühl, wirklich am Ende der Welt zu sein.
Für eine Woche in Norwegen variieren die Kosten stark je nach Reisestil. Hier eine kurze Übersicht:
Unterkunft
Verpflegung
Transport
Aktivitäten
Gesamtkosten
Diese Schätzungen helfen dir, eine grobe Vorstellung von den Kosten für eine Woche in Norwegen zu bekommen.
Für eine Woche in Norwegen variieren die Kosten stark je nach Reisestil. Hier eine kurze Übersicht:
Unterkunft
Verpflegung
Transport
Aktivitäten
Gesamtkosten
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Hey, ich bin Bjoern. Schön, bist du hier. Seit meiner ersten Reise in den Norden habe ich eine große Leidenschaft für diese einzigartigen Regionen der Erde entwickelt. Jedes Jahr zieht es mich daher zurück in diese stillen, faszinierenden Landschaften, die eine besondere Ruhe ausstrahlen und mich tief bewegen.
Meine Empfehlungen stammen aus eigener Erfahrung: Unterkünfte, die den Norden spürbar machen, stilvoll eingerichtet, ruhig gelegen und voller einzigartiger Atmosphäre.