Zuletzt aktualisiert: 01.02.2026 | Lesezeit: ca. 15 min.

Lofoten im Winter: Tipps, Erfahrungen & Winteraktivitäten

Ein Beitrag von Bjoern Templ

Lofoten im Winter

Das Wesentliche in Kürze

Lohnt sich ein Besuch der Lofoten im Winter?

Absolut – wer neugierig ist, die besondere Ruhe der Inseln erleben möchte und Freude an Outdoor-Aktivitäten oder Fotografie hat, findet im Winter eine völlig andere, eindrucksvolle Seite der Lofoten. Kurze Tage, verschneite Landschaften und wechselhaftes Wetter machen jeden Moment intensiver und unvergesslich.

Inhalt

    Einleitung

    Wenn man die Lofoten im Winter noch nie erlebt hat, fühlt sich diese Reise zunächst erstaunlich fern an – fast so, als wäre sie nur etwas für absolute Hardcore-Fans des Nordens. Auch ich hatte großen Respekt vor meiner ersten Winterreise nach Nordnorwegen. Heute kann ich sagen: Es war eine der lohnendsten Reisen, die ich je gemacht habe.

     

    Der Wechsel zwischen rauen Winterstürmen und diesem weichen, goldenen Licht, das die Landschaft für wenige Stunden am Tag durchzieht, hat mich sofort begeistert. Dazu Nordlichter am Nachthimmel und Orte, die man fast für sich allein hat – fernab von Menschenmassen, ruhig und intensiv.

     

    Natürlich lief nicht alles perfekt. Ich habe Fehler gemacht, aus denen ich gelernt habe. Genau diese Erfahrungen teile ich hier mit dir – zusammen mit den wichtigsten Tipps, die dir helfen sollen, deine eigene Winterreise auf die Lofoten gut vorbereitet, entspannt und mit realistischen Erwartungen anzugehen.

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    Lofoten: Nordlichter-Tour mit Fotograf

    Warum die Lofoten im Winter ganz anders sind

    Die Lofoten werden im Sommer von vielen besucht, und es werden jedes Jahr mehr – warme Temperaturen, Spaziergänge durch Fischerdörfer, Strände und einfache Wanderungen machen die Reise bequem. Im Winter zeigt sich die Inselgruppe von einer völlig anderen Seite: ruhiger, wilder, intensiver. Kurze Tage tauchen Berge, Fjorde und Strände in ein goldenes Winterlicht, das nicht nur Fotografen sprachlos zurücklässt.

     

    Besonders beeindruckend ist die Stille. An Orten, die im Sommer überlaufen wären, steht man oft ganz alleine. Die wenigen Menschen, die unterwegs sind, ermöglichen echte Begegnungen mit den Einheimischen – ohne dass man sich wie ein unerwünschter Tourist fühlt.

    Lofoten im Winter

    Winterstille über Henningsvær: eingefrorene Ufer, Nordmeerkälte und glimmendes Licht auf den Bergen

    Nusfjord

    Einsamkeit im eisigen Glanz der winterlichen Abendsonne

    Winter auf den Lofoten bringt natürlich auch Herausforderungen mit sich: wechselhaftes Wetter, verschneite Straßen, dunkle Stunden. Wer sich darauf einlässt, wird jedoch belohnt: Nordlichter beobachten, kurze Winterwanderungen, Schneeschuh-Touren oder Hundeschlittenfahrten machen den Winter einzigartig. Es ist weniger eine Checkliste abarbeiten, sondern Momente erleben, die man im Sommer so nie findet.

    Lofoten im Winter – meine Erfahrungen & wichtige Tipps

    Wer die Lofoten im Winter bereist, steht vor besonderen Herausforderungen – aber mit ein paar Tricks wird die Reise deutlich entspannter. Aus meinen Erfahrungen lassen sich einige klare Regeln ableiten:

    Lofoten im Winter - Aktivitäten & Erlebnisse

    Die Lofoten im Winter sind ein Spielplatz für Natur-, Abenteuer- und Fotografie-Liebhaber. Die Inseln zeigen sich still, wild und magisch – perfekte Bedingungen, um Winteraktivitäten zu genießen.

    Nordlichter auf den Lofoten im Winter beobachten

    Die Nordlichter sind eines der Highlights der Saison. Realistisch betrachtet braucht man etwas Geduld und ein bisschen Glück mit dem Wetter. Klar ist: Wenn der Himmel aufreißt, stehen unvergessliche Momente bevor.

    Wichtig: von Lichtverschmutzung wegfahren, (sehr) warm anziehen und Kamera und Stativ nicht vergessen. Manchmal ist es aber genauso schön, einfach nur staunend den Himmel zu beobachten.

    GetYourGuide-Tipp: Ich habe die Nordlichter auf den Lofoten selbst erlebt – und kann nur raten, einmal mit einem Guide unterwegs zu sein. Sie kennen die besten Spots, bringen dich sicher hin und zurück und erhöhen die Chancen, die Lichter zu sehen. Für Fotografen gibt es praktische Tipps direkt vor Ort. Die folgenden Touren kann ich empfehlen.

    Meine Tipps für Nordlichter-Touren auf GetYourGuide

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    Schneeschuhwanderungen & kurze Bergtouren auf den Lofoten im Winter

    Die verschneiten Berge und Fjorde der Lofoten laden zu Schneeschuhtouren ein, die richtig Spaß machen – alleine oder in der Gruppe. Je höher man steigt, desto spektakulärer wird die Aussicht auf verschneite Gipfel und stille Fjorde. Das Wandern im tiefen Schnee, die klare Winterluft, diese besondere Ruhe – das ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Und nach der Tour schmeckt ein heißer Tee in einem gemütlichen Café gleich doppelt so gut.

    Kayaktouren im Winter auf den Lofoten

    Auch im Winter kann man auf den Lofoten Kajak fahren – ein richtig besonderes Abenteuer. Zwischen schneebedeckten Bergen und stillen Fjorden zu paddeln, die klare Winterluft einzuatmen und die winterliche Stille zu spüren, ist einfach einzigartig. Oft ist man fast allein auf dem Wasser, nur begleitet vom leisen Plätschern der Paddel und den Spiegelungen der Berge auf dem Fjord.

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    Unterkünfte auf den Lofoten im Winter

    Auch im Winter sind auf den Lofoten viele Unterkünfte geöffnet – nur reisen deutlich weniger Menschen als in den Sommermonaten. Gerade das macht den Aufenthalt entspannter, denn man wohnt oft an Orten, die zur Hochsaison schnell ausgebucht oder überlaufen sind.

    Meine Erfahrung: Die wirklich schönen Unterkünfte – besonders Rorbuer direkt am Wasser oder gut gelegene Apartments – sind auch im Winter überraschend schnell weg. Wer bestimmte Ansprüche an Lage, Aussicht oder Gemütlichkeit hat, sollte deshalb nicht zu lange warten, sondern frühzeitig buchen. Spontan bleiben oft nur die weniger attraktiven Optionen übrig.

    LOFOTEN

    Nusfjord Village & Resort

    Im idyllischen Nusfjord übernachtet ihr in liebevoll gestalteten Rorbuer mit viel Holz, gemütlichen Wohnbereichen und teilweise direktem Blick aufs Wasser. Entspannung bieten Sauna und Hot Pot, Parkmöglichkeiten stehen ebenfalls zur Verfügung. Fürs leibliche Wohl sorgen mehrere Restaurants und Cafés im Ort, die regionale Küche und eine entspannte Atmosphäre bieten. Die ruhige Lage direkt am Meer macht die Unterkunft ideal für alle, die das ursprüngliche Inselgefühl suchen – mit Möglichkeiten für Aktivitäten wie Kajakfahren, Angeln oder geführte Touren gleich in der Umgebung.

    Lofoten im Winter mit dem Auto

    Die Lofoten lassen sich auch im Winter hervorragend mit dem Auto erkunden – und auf den Lofoten auf jeden Fall die beste Wahl. Mit dem Auto bleibst du flexibel und kannst spontan reagieren, wenn Wetter oder Licht eine Planänderung verlangen.

    Mietwagen & Winterausstattung

    Mietwagen sind im Winter in Norwegen grundsätzlich mit Winterreifen ausgestattet. Die Autos kommen mit Schnee und Eis gut zurecht – entscheidend ist eher, wie man selbst fährt. Wer Tempo rausnimmt, Abstand hält und nicht versucht, zu viel an einem Tag unterzubringen, ist deutlich entspannter und vor allem sichererunterwegs.

    Straßenbedingungen realistisch eingeschätzt

    Ja, Straßen können glatt sein, und bei starkem Schneefall oder Sturm werden einzelne Abschnitte auch mal gesperrt. Das gehört dazu, ist aber kein Dauerzustand. Die Straßen werden gut geräumt, und Sperrungen dienen der Sicherheit. Wichtig ist, Zeitpuffer einzuplanen und nicht zu viele Stops an einem Tag unterzubringen. Im Winter ist der Weg genauso wichtig wie das Ziel.

    Planung & Tagesrhythmus

    Im Winter fährt man anders – und das ist kein Nachteil. Durch die kurzen Tageslichtphasen lohnt es sich, weniger spektakuläre Straßenabschnitte auch mal im Dunkeln zurückzulegen, um das Licht gezielt dort zu nutzen, wo es sich wirklich lohnt. So bleibt mehr Zeit für eine kurze Wanderung, einen Spaziergang durch ein Fischerdorf oder einfach für Momente draußen in der Landschaft. Wer so plant, erlebt den Roadtrip nicht als Hektik, sondern als ruhigen, bewusst gestalteten Teil der Reise.

    Karte der Lofoten

    Die Karte zeigt die schönsten Orte der Lofoten, so dass du einen groben Überblick bekommst und deinen Winter-Roadtrip planen kannst.

    Lofoten Wetter im Winter – was dich wirklich erwartet

    Die Lofoten liegen vollständig nördlich des Polarkreises – geografisch also klar in der Arktis. Entsprechend erwartet man oft extreme Kälte. Tatsächlich sorgt jedoch der Golfstrom dafür, dass das Klima deutlich milder ist, als viele vermuten. Selbst im Winter bewegen sich die Temperaturen häufig um den Gefrierpunkt. Wind, Schnee und schnelle Wetterwechsel gehören dennoch dazu und prägen das typische Winterwetter auf den Lofoten.

    Klimadiagramm Lofoten: Svolvaer - zeigt dem Besucher Tages und Nachttemperaturen im Durchschnitt für das gesamte Jahr

    Klimadiagramm Lofoten

    Für einen schnellen Überblick hilft ein Klimadiagramm der Lofoten, auf dem sich Temperaturen und Niederschlag im Winter gut erkennen lassen – so kannst du deine Reise noch besser planen.

    Mein Tipp: Lass dich vom Wetter niemals unterkriegen. Auf den Lofoten kann sich das Wetter in wenigen Minuten ändern – Sonne, Wolken, Schnee und Wind folgen Schlag auf Schlag. Selbst an stark bewölkten Tagen sind die verschneiten Berge und Fjorde beeindruckend, das gehört einfach zur Winterstimmung dort dazu. Nutze solche Momente, um es dir drinnen gemütlich zu machen: eine Tasse Kaffee, ein gutes Buch oder einfach den Blick aus dem Fenster genießen. So wird selbst ein grauer Wintertag zu einem Teil des Erlebnisses.

    Für wen ist ein Urlaub auf den Lofoten im Winter geeignet?

    Eine Reise auf die Lofoten im Winter ist für alle, die den Schritt aus der Komfortzone wagen wollen. Für diejenigen, die das Abenteuer suchen, für Fotografen, die die winterliche Farbpalette der Arktis lieben, für Outdoor-Enthusiasten. Und vor allem für Menschen, die die Stille nicht ertragen müssen, sondern sie lieben – die spüren wollen, wie die Landschaft ohne Trubel wirkt, wie jeder Atemzug der kalten, klaren Luft besondere Momente schafft, wie die Ruhe selbst zu einem Erlebnis wird.

    Schon zu oft an der Costa Brava Urlaub gemacht? Dann sind die Lofoten im Winter vielleicht auch etwas für dich. 

    Am Reinebringen

    Alleine. Nur im Winter möglich.

    Lofoten im Winter – Ruhe, Abenteuer & einzigartige Momente

    Der Winter auf den Lofoten bietet eine besondere Art des Reisens: stille Fjorde, verschneite Landschaften und kurze, intensive Lichtstunden laden dazu ein, die Inseln bewusst zu erleben. Wer neugierig ist, gern draußen aktiv ist und die besondere Stimmung der Arktis zu schätzen weiß, wird hier belohnt. Winter auf den Lofoten ist eine Gelegenheit, Natur, Licht und Stille intensiv zu genießen – fernab vom Trubel der Sommermonate.

    FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Thema "Lofoten im Winter"

    Was kann man auf den Lofoten im Winter machen?

    Im Winter warten auf den Lofoten Aktivitäten wie Nordlichter beobachten, Schneeschuhwanderungen, Kajakfahrten, Fototouren oder entspannte Spaziergänge durch stille Fischerdörfer. Außerdem kannst du gemütlich in Rorbuer oder Cafés die Winterlandschaft genießen.

    Die Wintermonate Dezember bis Februar sind ideal, wenn du Nordlichter erleben und die verschneite Landschaft genießen willst. Januar bietet die kürzesten Tage und oft das intensivste Licht für Fotografie.

    Ja, die Tage sind kurz: Im Dezember gibt es nur wenige Stunden Tageslicht. Aber genau das macht die Atmosphäre besonders – das weiche Licht der hellen Stunden und die langen Dämmerungen sorgen für magische Winterstimmung.

    Am einfachsten per Flugzeug nach Svolvær, Leknes oder Tromsø, von dort lässt sich die Inselgruppe gut mit einem Mietwagen erkunden. Fähren verbinden außerdem das Festland mit einigen Orten, sind im Winter aber wetterabhängig.

    Nein, Eisbären gibt es auf den Lofoten nicht. Sie leben viel weiter nördlich in der Arktis, z. B. auf Spitzbergen.

    Ja, die Lofoten sind ein Top-Spot für Nordlichter. Die Chancen steigen bei klarem Himmel und abseits von Lichtverschmutzung. Geführte Touren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, die Lichter zu sehen.

    Grundsätzlich nein – mit angepasstem Fahrstil, Winterausrüstung und Flexibilität ist alles gut machbar. Straßen können glatt sein und das Wetter schnell wechseln, daher empfiehlt es sich, Zeitpuffer einzuplanen und die Tagesplanung an die Licht- und Wetterbedingungen anzupassen.

    Dieser Artikel wurde geschrieben von: Bjoern Templ

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