
Gásadalur und der Múlafossur: Eine Zeltnacht am Wasserfall
Gásadalur auf den Färöern: der Múlafossur, das Dorf ohne Straße und eine Nacht im Zelt an der Klippe. Mit eigener Karte, Anfahrt und Reisetipps.
Ja. Wer unberührte Natur, dramatische Landschaften, charmante Dörfer und Ruhe abseits der Massen sucht, findet auf den Färöern ein einzigartiges Nordatlantik-Abenteuer. Mit Respekt für Natur und Bewohner wird jede Reise hier zu einem intensiven Erlebnis.
Die Färöer-Inseln haben einen ganz besonderen Stellenwert in meinem Leben. Ein kleines Land – aber so unglaublich viel Persönlichkeit. Überall spürt man die jahrhundertealte Geschichte, gleichzeitig überwältigen einen die unberührten Landschaften, die Tierwelt und die reiche Kultur.
Umgeben vom tosenden Nordatlantik trotzen die 18 Inseln dem rauen, unberechenbaren Wetter. Lass dich auf dieses außergewöhnliche Land ein – ich zeige dir, warum es eines der unterschätztesten Reiseziele überhaupt ist.
Die Färöer-Inseln liegen mitten im Nordatlantik – genau zwischen Island, Norwegen und Schottland. Politisch gehören sie als autonomes Gebiet zum Königreich Dänemark, geografisch zählen sie jedoch klar zur Inselwelt des Nordatlantiks.
Auf den 18 Inseln leben derzeit etwa 55.000 Menschen. Diese relativ kleine Bevölkerung macht die Färöer zu einem ganz besonderen Ort – eng verwoben mit der Natur, aber dennoch lebendig und kulturell eigenständig.
Diese Lage im offenen Ozean prägt bis heute das Klima, das Leben und die besondere Atmosphäre, die man sofort spürt, sobald man ankommt.
Auf folgender Karte siehst du die einzigartige Struktur der Inseln, die Mobilität über Straßen, Fähren und Helikopter sowie die sehenswertesten Orte auf einen Blick.
Die 18 Inseln der Färöer haben alle ihren eigenen Charakter. Die größten und bevölkerungsreichsten sind Streymoy, Eysturoy und Vágar, während kleinere Inseln wie Mykines oder Kalsoy besonders naturbelassen und wild sind.
Auf den Färöer Inseln regnet es gefühlt immer – je nach Quelle zwischen 270 und 300 Tagen im Jahr. Egal wann du kommst, das Wetter kann von Sonne über Regen bis zu Nebel in wenigen Minuten wechseln – „wenn dir das Wetter nicht passt, warte fünf Minuten“, sagen die Färinger. Die Temperaturen bleiben dabei mild: Im Sommer zwischen 10 und 15 °C, im Winter zwischen 3 und 7 °C. Dieses unberechenbare, feuchte Klima macht die Inseln zwar rau, aber auch unglaublich atmosphärisch
Die Natur der Färöer ist wild, unberührt und abwechslungsreich. Überall weiden die zahllosen Schafe, die das Landschaftsbild prägen (angeblich gibt es fast doppelt so viel Schafe als Einwohner). An den Klippen nisten Papageitaucher, Tölpel und andere Seevögel in riesigen Kolonien. Im Atlantik vor den Inseln ziehen regelmäßig Wale und Delfine vorbei.
Die meisten Besucher erreichen die Färöer über den Flughafen Vágar, der gut an Dänemark und Island angebunden ist. Direktflüge gibt es von Kopenhagen, Reykjavík und einigen weiteren europäischen Städten. Wer flexibel ist, kann auch per Fähre von Dänemark nach Tórshavn reisen – eine längere, aber landschaftlich spektakuläre Option.
Tórshavn auf der Insel Streymoy ist eine der kleinsten Hauptstädte der Welt – aber gleichzeitig das pulsierende Herz der Färöer. Mit gerade einmal rund 14.500 Einwohnern verbindet die Stadt gemütliche nordische Atmosphäre mit lebendiger Kultur: bunte Holzhäuser, enge Gassen und historische Speicherhäuser im alten Hafenviertel laden zum Bummeln ein.
Hier findet man Cafés, Restaurants, kleine Boutiquen und Museen, die die Geschichte und Kultur der Inseln lebendig halten. Trotz ihrer überschaubaren Größe ist Tórshavn Ausgangspunkt für zahlreiche Touren zu den entlegenen Inseln und Sehenswürdigkeiten. Wer die Färöer wirklich kennenlernen möchte, startet am besten hier.
Die Färöer packen einen sofort: hohe Klippen, tosende Wasserfälle, unberührte Wildnis.
Wer hier unterwegs ist, erlebt Orte, die man einfach nicht mehr vergisst:
Als ich vor vielen Jahren ein Foto von diesem Ort gesehen habe, wusste ich sofort: Ich muss da hin. Absolut surreal, wie aus einem Traum – wild, pur und unvergesslich. Wer hierher kommt, spürt sofort die Magie der Färöer.
Am Ende der schmalen Insel Kalsoy, über einen wunderschönen Wanderweg erreichbar, mit einem Blick über den Nordatlantik, der dich in Sekunden klein fühlen lässt. Hier hat man tatsächlich das Gefühl, am Ende der Welt zu stehen.
Ein kleines Dorf mit bunten Häusern und einem natürlichen Hafen. Von hier hat man einen beeindruckenden Blick auf die Klippen von Kalsoy. Gjógv wirkt wie ein kleines färöisches Märchen – idyllisch und friedlich.
Eine Lagune, eingebettet zwischen steilen Bergen. Eine Wanderung hinunter zum Strand ist ein Muss.
Eine der kleinsten Hauptstädte der Welt, bunt, lebendig und voller Kultur, ideal als Ausgangspunkt für deine Abenteuer.
Man kann es kaum in Worte fassen, was diese kleinen Inseln im Nordatlantik alles zu bieten haben. In diesem Artikel tauchst du ein in die wilde Schönheit der Färöer – entdecke die Highlights, die dieses Inselarchipel so einzigartig machen.
Die Färöer sind klein, aber voller Überraschungen – je nachdem, wie tief du eintauchen willst, lohnt sich eine unterschiedliche Zeitplanung:

Gásadalur auf den Färöern: der Múlafossur, das Dorf ohne Straße und eine Nacht im Zelt an der Klippe. Mit eigener Karte, Anfahrt und Reisetipps.

Mykines ist das westlichste Juwel der Färöer-Inseln – ein Paradies für Vogelbeobachter, Naturliebhaber und alle, die abgelegene Schönheit suchen. Auf dieser kleinen Insel warten steile Klippen und die unvergessliche Begegnung mit tausenden Papageientauchern und anderen Seevögeln.

Es gibt Orte, die schön sind – und es gibt Kalsoy. Seit 2021, als die Insel im Finale von No Time To Die zur offiziellen 007-Kulisse wurde, hat Kalsoy etwas Ikonisches bekommen. Aber ganz ehrlich: Sie wirkt nicht wegen Bond so besonders, sondern weil sie schon immer diese dramatische, raue Energie hatte, die perfekt in einen Film passt.

2017 war ich zum ersten Mal auf den Färöern. Damals war hier noch nicht viel los, und genau das hat den Reiz ausgemacht. Tórshavn hat mich sofort fasziniert – diese Mischung aus Ruhe, Geschichte und Alltag spürt man direkt beim Schlendern durch die Gassen. Die alten Holzhäuser, die Grasdächer, das ständig wechselnde Wetter – alles zusammen schafft eine Atmosphäre, die man nicht so schnell wieder vergisst.
zu Färöer Inseln
Die beste Zeit, um die Färöer zu entdecken, ist zwischen Mai und September, wenn das Wetter am „freundlichsten“ ist – die Tage sind lang, die Luft frisch und die Chancen auf dramatische Lichtstimmungen hoch.
Die Färöer lassen sich am besten mit einem Mietwagen erkunden. So bist du unabhängig, kannst spontan stoppen und die Inselwelt in deinem eigenen Tempo entdecken. Ein wichtiger Punkt: Es gibt zahlreiche Tunnel, einige sogar unter dem Meer, die verschiedene Inseln miteinander verbinden. Für diese Tunnel fällt eine Maut an, die in der Regel automatisch über das Kennzeichen des Fahrzeugs abgerechnet wird. Wer mobil bleiben möchte, sollte dies einplanen – die Tunnel sind praktisch unverzichtbar, um das Archipel flexibel zu bereisen.
Atlantic Airways bietet regelmäßige Helikopterverbindungen zwischen den Inseln an, insbesondere zu abgelegenen Zielen wie Mykines. Der Service ist subventioniert – daher sind die Flugpreise vergleichsweise günstig: Ein Einwegflug von Vágar nach Mykines kostet beispielsweise 435 DKK (das sind etwa 58 €).
Fähren verbinden die Inseln und sind nötig, um Ziele wie Kalsoy oder Mykines zu erreichen. Die Überfahrten sind einfach zu buchen und bieten gleichzeitig spektakuläre Ausblicke auf die raue Küste und die Nordatlantik-Atmosphäre.
Island bietet Unterkünfte für jeden Geschmack – von gemütlichen Hotels und Guesthouses in Reykjavik oder Akureyri über stilvolle Lodges und Farmstays in der Wildnis bis hin zu charmanten Airbnbs, teilweise speziell für Aurora-Beobachtungen ausgestattet. Viele Unterkünfte liegen mitten in der Natur, oft mit Blick auf Gletscher, Wasserfälle oder die rauen Küsten – perfekt, um die Weite und Kraft der Insel hautnah zu spüren. Ob Komfort, Authentizität oder ein bisschen beides – hier schläfst du immer mit der wilden Schönheit Islands direkt vor der Tür.
Wenn du auf der Suche nach besonderen Unterkünften für deine Färöer-Reise bist, findest du hier meine persönlichen Empfehlungen.
Die Färöer gehören zwar zum Königreich Dänemark, haben aber ein eigenes Einreise-Regime. EU- und Schengen-Bürger benötigen für touristische Aufenthalte keinen Reisepass, ein gültiger Personalausweis reicht. Für längere Aufenthalte oder ausländische Staatsbürger gelten die üblichen Visa-Regelungen Dänemarks.
Seit Oktober 2025 gibt es auf den Färöer-Inseln eine neue Touristensteuer: Jeder Besucher zahlt etwa 2,70 € pro Nacht, maximal für zehn Nächte.
Die Einnahmen fließen in einen Naturschutz-Fonds, der Wanderwege instand hält, die touristische Infrastruktur stärkt und die empfindliche Natur der Inseln schützt. So bleibt das Abenteuer Färöer für alle nachhaltig und unvergesslich.
Man spürt die fragile Balance zwischen Mensch und Natur: Die Einsamkeit, die die Inseln so einzigartig macht, wird durch wachsenden Tourismus berührt. Mit Respekt für die Landschaft und die Bewohner, für ihre privaten Grundstücke und ihre Lebensweise, kann man die Schönheit der Färöer erleben, ohne sie zu zerstören. Dieses Land hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen – und vielleicht muss ich selbst noch herausfinden, warum…
Ja, absolut. Die Färöer eignen sich perfekt für einen naturverbundenen, ruhigen Urlaub. Dramatische Landschaften, kleine Dörfer, Wanderungen und viel Weite machen die Inseln besonders – ideal für alle, die Entschleunigung suchen.
Am einfachsten per Flug nach Vágar (FAE), meist mit Umstieg über Kopenhagen. Alternativ gibt es eine Fähre von Dänemark (Hirtshals), die regelmäßig auf die Färöer fährt.
Die Färöer sind kein eigenständiger Staat, sondern ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark mit eigener Regierung, Sprache und Kultur.
Ja, die Färöer gelten als relativ teuer, ähnlich wie Island oder Norwegen. Besonders Unterkünfte, Restaurants und Mietwagen schlagen zu Buche. Wer selbst kocht, kann Kosten sparen.
Die beste Reisezeit ist von Mai bis September. In diesen Monaten sind die Tage lang, das Wetter etwas stabiler und viele Wanderwege gut zugänglich.
Die Überfahrt mit der Smyril Line von Hirtshals (Dänemark) dauert etwa 36 Stunden bis nach Tórshavn.
Die wärmsten Monate sind Juli und August. Die Temperaturen liegen meist zwischen 10 und 15 Grad, selten darüber – Sommer ist hier eher mild als warm.
Ja, Polarlichter sind möglich, vor allem zwischen September und März. Gute Bedingungen sind klare Nächte und wenig Lichtverschmutzung – beides gibt es auf den Färöern.
Ja, auf den Färöer-Inseln herrscht Rechtsverkehr, genau wie in Dänemark und den meisten europäischen Ländern.
Hey, ich bin Bjoern. Schön, bist du hier. Seit meiner ersten Reise in den Norden habe ich eine große Leidenschaft für diese einzigartigen Regionen der Erde entwickelt. Jedes Jahr zieht es mich daher zurück in diese stillen, faszinierenden Landschaften, die eine besondere Ruhe ausstrahlen und mich tief bewegen.
Ich habe für dich die schönsten Unterkünfte auf den Färöer Inseln zusammengestellt – von außergewöhnlichen Hütten bis zu modernen Hotels.