Zuletzt aktualisiert: 03.08.2026 | Lesezeit: ca. 18 min.

Tromsø Norwegen: Reiseplanung, Touren und was sich wirklich lohnt.

Ein Beitrag von Bjoern Templ

Das Wesentliche in Kürze

Lohnt sich eine Reise nach Tromsø?

Ja — wenn du die Arktis erleben willst, ohne eine Expedition zu planen. Tromsø liegt 350 Kilometer nördlich des Polarkreises und ist die einzige Stadt dieser Größe so weit im Norden: Direktflüge, Hotels, hunderte Touren — und nach zwanzig Minuten Fahrt stehst du in der Wildnis. Als reines Städteziel ist Tromsø zu klein, das Zentrum hast du an einem halben Tag zu Fuß gesehen. Als Basis für Nordlichter, Wale und die Inseln ringsum ist es der beste Ausgangspunkt in Nordnorwegen.

350km nördlich des Polarkreises
48Tage Polarnacht ohne Sonne
1–2Tage reichen für die Stadt
Sep–Apr Nordlichtsaison
Lage:auf der Insel Tromsøya, Zentrum komplett zu Fuß erschließbar
Beste Zeit:Okt–Apr für Nordlichter und Wale, Mai–Sep für Mitternachtssonne
Anreise:Flughafen keine vier Kilometer vom Zentrum, Flybussen oder Mietwagen
Mietwagen:in der Stadt unnötig, für alles außerhalb entscheidend
Preise:Winter ist die teuerste Saison, im Juli zahlst du am wenigsten

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Alle Tipps und Highlights für Nordnorwegen auf einen Blick: Nordnorwegen Guide

Inhalt

    Was du in Tromsø gesehen haben musst

    Karte vom Zentrum in Tromsø mit Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants und Parkhäusern
    Storgata, Tromsø

    Polarnacht

    über dem Hafen von Tromsø

    Tromsø auf eigene Faust: Anreise, Mietwagen und Parken

    In der Stadt brauchst du kein Auto, im Zentrum liegt alles zu Fuß beieinander. Sobald du raus willst — Fjorde, Kvaløya, Sommarøy, Lyngen — sieht es anders aus, und dann entscheidet sich, ob du dein eigenes Tempo fährst oder das Programm eines Anbieters.

    Vom Flughafen in die Stadt

    Der Flughafen liegt auf derselben Insel wie das Zentrum, keine vier Kilometer entfernt. Du fährst durch einen längeren Tunnel und kommst direkt in der Stadt wieder raus. Beim ersten Mal ziemlich verwirrend, weil man von der Landschaft dazwischen nichts sieht.


    Der Flybussen fährt passend zu den Flügen und hält an den größeren Hotels und am Hafen. Ein Taxi kostet ein Vielfaches.

    In der Stadt unterwegs

    Zu Fuß. Ehrlich, das ist die Antwort für das Zentrum. Wenn du weiter raus willst, fährt das Stadtbusnetz zuverlässig und dicht, auch zur Fjellheisen und über die Brücke zur Kathedrale. Tickets sind in der App der Verkehrsgesellschaft günstiger als beim Fahrer.


    Uber
    gibt es in Tromsø, anders als in den meisten norwegischen Städten. Erwarte aber keine Schnäppchen: In Norwegen fährt Uber überwiegend mit konzessionierten Taxis, du zahlst also ungefähr Taxipreis und bekommst nur die bequemere Bestellung.

    Tromsø "mood"

    Brauchst du einen Mietwagen?

    Für die Stadt nicht. Für alles andere ja. Er ist der Unterschied zwischen deinem eigenen Tempo und dem Programm eines Anbieters: morgens nach Sommarøy, nachmittags zurück, abends noch mal raus, wenn der Himmel aufreißt. Das geht nur mit Auto.


    Am einfachsten mietest du direkt am Flughafen, dort sitzen alle Anbieter im Terminal und du fährst sofort los. Um die Bereifung musst du dir keine Gedanken machen: Bei winterlichen Verhältnissen sind Winterreifen in Norwegen Pflicht, die Mietwagen sind entsprechend ausgerüstet.

    Auch lesen Mietwagen Norwegen: Kosten, Buchung & Winter-Tipps aus Erfahrung

    Parken

    Hier hätte ich beim ersten Mal Nerven gespart, wenn ich mich vorher etwas informiert hätte.


    Für kurz
    stellst du dich unten an den Hafen. Da ist meistens etwas frei. Ich parke gern in der Killengreens gate, bei der Pastafabrikken.


    Für länger
    nimm das Fjellet P-Hus in der Håkon den Gamles gate 1, über der Einfahrt steht Tromsø Parkering. Es liegt im Berg unter der Innenstadt, hat rund 900 Plätze und mehrere Ausgänge, die dich direkt ins Zentrum bringen. Wenn oben alles voll ist, findest du hier trotzdem etwas.

    Mein Tipp

    Richte die Park-App ein, bevor du losfährst

    Straßenparkplätze bezahlst du in Tromsø per App, in der Regel mit EasyPark. Bezahlt werden muss unmittelbar nach dem Parken, eine Schonfrist zum Herumprobieren gibt es nicht. Wer ohne gültige Bezahlung erwischt wird, zahlt 660 Kronen, also rund 60 Euro.

    Wenn dir noch Ausrüstung fehlt

    Tromsø ist eine der wenigen Möglichkeiten, so weit nördlich des Polarkreises noch vernünftige Ausrüstung zu kaufen.

    Wenn mir vor dem Roadtrip noch Gas für ein paar Nächte im Zelt fehlt oder eine Isomatte für arktische Bedingungen, erledige ich das immer im City to Summit. Der Laden ist klein, aber hochwertig sortiert, mit Fokus auf Bergsport und Expeditionsausrüstung statt auf Souvenirs.

    Wenn du Fjällräven magst, schau im Naturkompaniet vorbei, direkt im Zentrum nahe der Domkirche. Eine weitere Möglichkeit ist der Intersport in der Storgata 79.

    Das Tor zur Arktis

    350 Kilometer nördlich des Polarkreises

    Nordlichter in Tromsø

    Viele kommen nur deswegen. Hier die Eckdaten, alles Weitere steht im eigenen Guide.

    Die Saison läuft von Ende September bis Anfang April. Tromsø liegt direkt unter dem Nordlichtoval, die Wahrscheinlichkeit ist also so hoch wie fast nirgends sonst. Was du brauchst, sind klare Nächte und mehrere Versuche — bei drei bis vier Nächten stehen die Chancen gut, bei einer einzigen ist es Glückssache.


    Ob du dafür eine Tour buchst oder selbst rausfährst, steht weiter unten bei den Touren.

    Auch lesen Tromsø Polarlichter: Der ehrliche Guide für deine Nordlicht-Reise

    Unterkünfte in Tromsø

    Der wichtigste Rat ist unspektakulär: früh buchen. Für Februar sind die guten Häuser oft schon vier bis sechs Monate vorher vergeben, und je näher der Termin rückt, desto dünner wird die Auswahl.


    Das liegt an der Saison. Zwischen Dezember und Februar zahlst du in Tromsø am meisten, im Hochsommer am wenigsten — je nach Termin liegt der Unterschied beim Doppelten oder mehr.

    Auch lesen Norwegen im Winter: Wie kalt, wie dunkel, beste Reisezeit

    Bei der Lage machst du wenig falsch, solange du im Zentrum bleibst. Die Insel ist klein, vom Hafen bis zur Storgata sind es Minuten, und im Winter willst du abends nicht erst noch irgendwohin fahren. Auf der Festlandseite hinter der Brücke wird es günstiger, dafür läufst du jedes Mal zwanzig Minuten oder nimmst den Bus.

    TROMSØ

    The Dock 69°39 by Scandic – Tromsø

    Zentral gelegen, nur ein paar Schritte von der Tromsøbrua entfernt. Auf das Frühstück habe ich mich jeden Morgen gefreut, danach noch kurz in den kleinen, feinen Spa und in die Sauna. Die Zimmer sind modern und gemütlich, aus dem Fenster hast du einen großartigen Blick über Tromsø. Ideal, um die Stadt zu erkunden oder sich auf die Polarlichter-Jagd vorzubereiten.

    Top View Tromsø

    Die Wohnung liegt im Vervet direkt am Hafen, im fünften Stock mit Terrasse und Balkon — entsprechend gut ist der Blick über die Stadt und das Wasser. Innen zwei Schlafzimmer, ein gemütliches Wohnzimmer und eine voll ausgestattete Küche. Klimaanlage, Handtücher, Bettwäsche und ein kostenloser Parkplatz sind inklusive. Zum Polarmuseum sind es ein paar Minuten am Wasser entlang, über die Tromsøbrua erreichst du Eismeerkathedrale und Fjellheisen.

    TROMSØ

    Welche Touren sich wirklich lohnen

    In Tromsø kannst du fast alles buchen. Der Hafen ist im Winter ein einziger Tourenmarkt, und die Preise sind norwegisch — 150 bis 300 Euro pro Person sind normal. Umso wichtiger ist die Frage, was das Geld wert ist.

    Nordlichter

    Wenn du nur kurz in Tromsø bist und die Nordlichter der Hauptgrund deiner Reise sind, buch eine Tour. Das ist die klarste Empfehlung in diesem Kapitel.


    Der Unterschied liegt nicht am Fahrzeug, sondern an der Information. Die Guides stehen untereinander in Kontakt und wissen innerhalb von Minuten, wo der Himmel gerade aufreißt. Wenn es über Tromsø zu ist, fahren sie so lange, bis sie eine Lücke finden — teils ziemlich weit raus. Bei einem kurzen Aufenthalt kann genau das über Erfolg oder Fehlanzeige entscheiden.


    Wer länger bleibt, ein Auto hat und sich vorher mit Wetterlage und Spots beschäftigt, kommt auch allein zum Ziel.

    Top-Empfehlung
    GetYourGuide
    ★ 4,9 1.783 Bewertungen
    Tromsø: Nordlichterjagd – wir fahren, bis wir sie finden

    Geführte Touren fahren dem wolkenfreien Himmel hinterher, notfalls mehrere Hundert Kilometer weit. Genau das kannst du allein nicht leisten.

    ✓ 98 % Erfolgsquote ✓ Kleingruppe, max. 15 ✓ Minibus ab Tromsø ✓ kostenlose Stornierung
    Verfügbarkeit prüfen ab 171 €

    Hundeschlitten

    Achte beim Buchen darauf, dass du selbst fährst. Das ist der eigentliche Unterschied: Entweder du sitzt im Schlitten und wirst gezogen, oder du stehst auf den Kufen, lenkst, bremst und lernst, wie das Gespann auf dich reagiert. Wer ein bisschen Abenteuer sucht, sollte nur die zweite Variante buchen. Rechne mit etwa 300 € pro Person – aber die sind es wert.

    Schneeschuhwanderung

    Kostet knapp die Hälfte einer Husky-Tour und bringt dich raus aus der Stadt in die Berge. Für alle, die Landschaft wollen statt Programm, ist das die ehrlichste Tour im Angebot — und im Winter die einfachste Möglichkeit, ohne eigene Ausrüstung in den Schnee zu kommen.

    Walsafari

    Die Walsaison rund um Tromsø läuft von November bis Mitte Januar. Dann zieht der Hering in die Fjorde, und Orcas, Buckelwale und gelegentlich Finnwale folgen ihm. Außerhalb dieser Wochen fährt hier praktisch niemand raus, um Wale zu suchen.


    Wie du die Tour angehst, hängt von deiner Reise ab. Wenn du ausschließlich in Tromsø bleibst, buch sie von hier aus — die Anbieter organisieren den Transfer nach Skjervøy, wo die Boote starten. Rechne mit einem langen Tag, die Fahrt dauert je Strecke mehrere Stunden.


    Planst du dagegen einen Roadtrip, fahr selbst nach Skjervøy und buch die Tour dort. Du sparst dir den Transfer, bist flexibler bei der Uhrzeit und kannst den Tag drumherum selbst gestalten.


    Und im Sommer?
    Ab Tromsø gibt es dann keine Walsafaris. Wer im Sommer Wale sehen will, fährt nach Andenes auf Andøya. Vor der Küste liegt mit dem Bleiksdjupet eine tiefe Meeresschlucht, in der männliche Pottwale ganzjährig auf Nahrungssuche sind — die Anbieter dort fahren von Mai bis in den Herbst. Von Tromsø aus ist das kein Tagesausflug, aber wenn deine Route ohnehin über die Vesterålen und die Lofoten führt, ist es ein Umweg, der sich lohnt.

    Auch lesen Orcas Norwegen – Touren, beste Orte & Buchungstipps

    Was du dir sparen kannst

    Stadtführungen. Das Zentrum hast du in einem halben Tag zu Fuß gesehen, mit der Karte weiter oben findest du alles allein. Das Geld steckst du besser in eine Tour, die dich aus der Stadt rausbringt.

    Beste Reisezeit für Tromsø

    Es gibt keine. Es gibt zwei völlig verschiedene Städte, und du musst dich entscheiden, welche du sehen willst.

    Zwischen Oktober und April ist Tromsø dunkel, verschneit und teuer — und das ist die Hauptsaison. Nordlichter, Wale, Husky, Polarnacht. Von Mai bis September dreht sich alles um: Die Sonne geht wochenlang nicht unter, du wanderst statt zu frieren, und du zahlst deutlich weniger.

    Mai – September

    Sommer

    Licht
    Mitternachtssonne von Mitte Mai bis Ende Juli – die Sonne geht wochenlang nicht unter.
    Wetter
    Meist 10–15 °C, wechselhaft. Sonne, Wind und Schauer oft am selben Tag.
    Stimmung
    Die Stadt ist rund um die Uhr wach, am Hafen sitzt man draußen.
    Was du erlebst
    Wandern, Fjordtouren, Kvaløya und Sommarøy – alles ohne Winterausrüstung erreichbar.
    Preise
    Die günstigste Zeit des Jahres, am niedrigsten im Juli.
    Mein Tipp
    Ende August und September: Mitternachtssonne vorbei, erste Nordlichter, deutlich weniger Betrieb.
    Oktober – April

    Winter

    Licht
    Polarnacht vom 28. November bis 14. Januar – 48 Tage ohne Sonne, aber täglich vier bis fünf Stunden blaues Dämmerlicht.
    Wetter
    Milder als erwartet, meist um den Gefrierpunkt – der Golfstrom hält die große Kälte fern.
    Stimmung
    Hochsaison. Trotz Dunkelheit ist die Stadt voll.
    Was du erlebst
    Nordlichter von Ende September bis Anfang April, Wale von November bis Mitte Januar, Husky und Schneeschuh.
    Preise
    Die teuerste Zeit des Jahres. Der Februar ist oft Monate im Voraus ausgebucht.
    Mein Tipp
    Februar und März – dann hast du Nordlichtchancen und wieder richtig Tageslicht.
    Klimadiagramm Tromsø Datenquelle: wetter.com
    69° 39′ N, 18° 57′ O
    -10 -5 0 5 10 15 20 JAN FEB MÄR APR MAI JUN JUL AUG SEP OKT NOV DEZ
    Tagestemperatur Nachttemperatur Sonnenstunden / Tag Regentage / Monat
    n.

    Wie viele Tage solltest du einplanen?

    Für die Stadt selbst reichen ein bis zwei Tage. Wenn du wegen der Nordlichter kommst, plan mindestens drei bis vier Nächte ein — bei einer einzigen ist es reine Glückssache. Und wenn du von Tromsø aus weiter willst, nach Senja, Skjervøy oder auf die Lofoten, solltest du eine Woche oder mehr einplanen.

    Meine Restaurant-Empfehlungen für Tromsø

    Essen gehen ist teuer: Ein Hauptgang liegt bei 280 bis 450 Kronen, also 25 bis 40 Euro. Der beste Spartrick ist das Mittagsmenü — dieselbe Küche, deutlich weniger Geld. Im Hochwinter reservierst du besser ein bis zwei Wochen vorher, und die Küchen schließen früh, meist zwischen 21 und 22 Uhr.

    Iss Fisch, während du den Booten zuschaust, die ihn gefangen haben

    Das Fiskekompaniet liegt am alten Hafen hinter einer großen Glasfront, die Karte richtet sich nach dem Fang. Frag beim Reservieren nach einem Fensterplatz.

    Geh mittags ins Mathallen, nicht abends

    Offene Küche, arktische Zutaten, preisgekrönter Koch. Mittags bekommst du Gerichte ab rund 225 Kronen, abends kostet das Vier-Gänge-Menü rund 875. Sonntags oft geschlossen.

    Iss in einer alten Fischfabrik, wenn alles andere ausgebucht ist

    Das Full Steam am Hafen serviert Fischsuppe und Dorschzungen zum Teilen, an den Wänden hängt altes Fischereigerät. Eine der wenigen Adressen, in die du auch spontan reinkommst.

    Trink dich durch 72 Zapfhähne

    Die Ølhallen ist der Ausschank der Mack-Brauerei und die älteste Kneipe der Stadt. Ab etwa 17 Uhr wird es voll — genau der richtige Moment, wenn du mit Einheimischen ins Gespräch kommen willst.

    Von Tromsø aus weiter: Inseln, Fjorde und Wale

    Tromsø ist ein guter Ort. Aber der eigentliche Grund, hier zu landen, liegt außerhalb.

    Fahr auf die Walinsel und such dir eine leere Bucht

    Kvaløya liegt direkt westlich der Stadt, verbunden durch eine Brücke, und heißt übersetzt Walinsel. Du bist in zwanzig Minuten draußen, und dann stehst du zwischen Bergen und Fjorden, in denen außer dir niemand ist.

    Steh mitten in der Arktis an einem weißen Sandstrand

    Sommarøy ganz im Westen von Kvaløya sieht aus wie eine Fehlbuchung: türkises Wasser, heller Sand, dahinter schroffe Gipfel. Rund eine Stunde Fahrt von Tromsø, und im Winter liegt Schnee bis ans Wasser.

    Nimm die Fähre nach Senja statt der Straße

    Senja ist die zweitgrößte Insel Norwegens und deutlich ruhiger als die Lofoten. Über die Fähre Brensholmen–Botnhamn bist du schnell drüben, über Land dauert es rund drei Stunden — im Winter fährt die Fähre allerdings seltener, das lohnt sich vorher zu prüfen.

    Fahr den Walen hinterher nach Skjervøy

    Zwischen November und Mitte Januar zieht der Hering in die Fjorde nordöstlich von Tromsø, und Orcas und Buckelwale kommen mit. Skjervøy ist der Ort, von dem die Boote starten.

    Schau nach Osten und plan die Lyngenalpen ein

    Die Gipfel, die du von Tromsø aus über dem Fjord siehst, sind die Lyngenalpen — die alpinste Bergkette Nordnorwegens und im Frühjahr ein Ziel für Skitouren. Für einen Tagesausflug ist es knapp, für zwei Tage ideal.

    Plane die Lofoten nicht nur als Abstecher

    Die Lofoten sind von Tromsø aus kein Tagesausflug, sondern eine eigene Reise. Wenn du beides willst, rechne mit mindestens einer Woche und einer Strecke von rund fünfhundert Kilometern.

    Und falls du ohne Auto unterwegs bist: Vom Hafen fahren Expressboote nach Finnsnes, Harstad, Skjervøy und Lysnes auf Senja. Das ist eine Möglichkeit, die kaum ein Reiseführer erwähnt.

    Fazit

    Basis, nicht Ziel

    Die Stadt, die dir die Arktis in Reichweite legt.

    Tromsø besucht man nicht wegen seiner Sehenswürdigkeiten. Man kommt hierher, weil von hier aus alles erreichbar wird: Du landest, fährst zwanzig Minuten, und stehst zwischen Bergen und Fjorden. Genau darin liegt der Wert dieser Stadt — nicht als Ziel, sondern als Ausgangspunkt. Meine besten Momente hier waren nie die gebuchten. Ein Kaffee am Hafen an einem Dezembermorgen, wenn das Licht violett über dem Wasser liegt, ist mir mehr wert als jede Tour. Und die Touren, die sich wirklich lohnen, führen ohnehin aus der Stadt hinaus.

    — Bjoern Templ, geschrieben in Zermatt

    Häufige Fragen zu Tromsø

    Dass es die Stadt überhaupt gibt. 350 Kilometer nördlich des Polarkreises stehen hier Supermärkte, Universität und Bushaltestellen, während 20 Minuten Fahrt später die Wildnis anfängt. Diese Mischung aus normalem Alltag und Arktis findest du sonst nirgends — und sie ist der Grund, warum Nordlichter, Wale und Hundeschlitten von hier aus so einfach erreichbar sind.

    Rund 80.000 — allerdings ist damit die Kommune gemeint, die weit über die Stadt hinausreicht. Im eigentlichen Stadtgebiet leben etwa zwei Drittel davon. Damit ist Tromsø die mit Abstand größte Stadt Nordnorwegens und die drittgrößte nördlich des Polarkreises weltweit.

    Im Norden Norwegens, auf der Insel Tromsøya zwischen Festland und offenem Meer, rund 350 Kilometer nördlich des Polarkreises. Von Oslo sind es etwa 1.150 Kilometer Luftlinie, der Flug dauert knapp zwei Stunden. Nach Süden liegen Senja und die Lofoten, nach Nordosten Skjervøy und das Nordkap.

    Etwa Trumsö, mit Betonung auf der ersten Silbe. Das o klingt kurz und dunkel, fast wie ein u, und das ø ist ein deutsches ö. Kein langes „Tromm-so" also — das ist der Fehler, den man deutschen Besuchern sofort anhört.

    Tor zur Arktis oder Hauptstadt der Arktis — beides geht auf die Polarexpeditionen zurück, die von hier aus starteten. Und Paris des Nordens: Reisende im 19. Jahrhundert waren überrascht, wie weltläufig sich die Kaufmannsfamilien so weit im Norden kleideten und gaben. Der Spitzname hat sich gehalten.

    Für die Stadt selbst reichen ein bis zwei Tage. Wenn du wegen der Nordlichter kommst, plan mindestens drei bis vier Nächte ein — bei einer einzigen ist es reine Glückssache. Und wer von Tromsø aus weiter will, nach Senja, Skjervøy oder auf die Lofoten, sollte eine Woche oder mehr einplanen.

    1.015 Meter. Sie verbindet die Insel Tromsøya mit dem Festland und wurde 1960 eröffnet. Fußgänger nutzen die eine Seite, Radfahrer die andere — zu Fuß bist du in etwa zwölf Minuten drüben, mit dem besten kostenlosen Blick auf Stadt und Hafen.

    Von Ende September bis Anfang April. Tromsø liegt direkt unter dem Nordlichtoval, die Wahrscheinlichkeit ist also so hoch wie fast nirgends sonst — was fehlt, sind klare Nächte. Alles Weitere zu Chancen, Spots und Touren steht im Guide zu den Polarlichtern in Tromsø.

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