
Mietwagen Norwegen: Kosten, Buchung & Winter-Tipps aus Erfahrung
Was ein Mietwagen in Norwegen wirklich kostet, wie du günstig buchst und was du im Winter brauchst — ehrlich durchgerechnet mit Beleg aus Tromsø.
Zuletzt aktualisiert: 14.08.2026 | Lesezeit: ca. 12 min.
Ein Beitrag von Bjoern Templ
Norwegen gehört zum EASA-Luftraum, es gelten also dieselben Regeln wie in der EU. Als Betreiber registrierst du dich in deinem Heimatland, das wird in Norwegen anerkannt. Ab 250 Gramm brauchst du zusätzlich den EASA-Führerschein. Fliegen darfst du bis 120 Meter Höhe und immer nur in Sichtweite. Wer kein Norweger ist, muss den Flug außerdem der Sicherheitsbehörde melden — der Punkt wird am häufigsten übersehen.
Am Flughafen war ich mit der Drohne im Gepäck jedes Mal ein bisschen nervös. Passiert ist nie etwas, aber die Fragen bleiben dieselben: Akkus ins Handgepäck? Wohin mit den Propellern? Und darf ich am Ziel überhaupt ohne Anmeldung fliegen?
Norwegen bringt einen schon vom Boden aus ins Staunen. Über Henningsvær siehst du aber erst aus der Luft, wie die vielen kleinen Inseln verstreut im Meer liegen. Da schlägt das Herz jedes Fotografen schneller. Ein paar hundert Höhenmeter darüber, am Gipfel des Festvågtinden, sieht man dasselbe von oben. Und wenn man dort die Drohne startet und sich beim Sonnenuntergang am Grat filmt, eröffnet das nochmal eine völlig andere Perspektive.
Und ja, wie vermutlich jeder Drohnenpilot bin auch ich schon höher oder weiter geflogen, als erlaubt war, für dieses eine Bild. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Was ich mir vorgenommen habe, ist ein respektvoller Umgang mit der Natur und vor allem mit den Tieren.
Hier steht, was in Norwegen gilt, wie du deine Ausrüstung durch den Sicherheitscheck bekommst und was ich mir über mehrere Reisen angewöhnt habe.
Eine der wichtigsten Fragen bei der Reise mit einer Drohne ist: Sollte ich die Drohne im Handgepäck oder im Aufgabegepäck mitnehmen? Bei der Einreise nach Norwegen gibt es klare Empfehlungen, wie du deine Drohne am besten transportierst, um sowohl die Sicherheit als auch die Einhaltung von Flugvorschriften zu gewährleisten.
Drohnenakkus sollten aus Sicherheitsgründen immer im Handgepäck mitgeführt werden, da sie im Aufgabegepäck ein Brandrisiko darstellen. Fluggesellschaften verlangen oft spezielle Schutzhüllen, um Kurzschlüsse zu vermeiden, und erlauben in der Regel zwei Ersatzakkus. Achte auch auf die Wattstunden (Wh), da Airlines hier bestimmte Grenzwerte festlegen.
Akkus gehören ins Handgepäck, und auch die Drohne selbst sollte aus Sicherheitsgründen lieber dort transportiert werden, um Schäden zu vermeiden. Falls sie im Aufgabegepäck verstaut wird, sollte eine stoßfeste Transportbox verwendet werden. Informiere dich vorab bei deiner Fluggesellschaft über die Regelungen, da Vorgaben zu Akkumengen und Verpackung je nach Airline variieren können.
Ich packe meine Drohne und die Akkus immer ins Handgepäck, so kommen sie sicher nach Norwegen. Die Propeller schraube ich vorher ab und verstaue sie im Aufgabegepäck, da sie spitz sind und beim Sicherheitscheck sonst Probleme machen könnten. Auf diese Weise hatte ich bisher noch nie Schwierigkeiten an Flughäfen mit meiner Drohne.
Wenn du deine Drohne für private Zwecke nach Norwegen mitbringst, musst du sie in der Regel nicht verzollen, solange sie für den persönlichen Gebrauch bestimmt ist. Um Fragen am Zoll zu vermeiden, ist es sinnvoll, Kaufbelege oder einen Eigentumsnachweis dabei zu haben, vor allem bei teureren Modellen. Aus meiner Erfahrung gab es bei der Einreise nie Probleme. Bei kommerziellem Einsatz oder teurem Zubehör könnten jedoch Zollgebühren anfallen, daher ist eine Prüfung der Zollbestimmungen ratsam.
Ja, und zwar unabhängig vom Gewicht. Als EU-Bürger registrierst du dich in deinem Heimatland als Drohnenbetreiber. Diese Registrierung gilt in Norwegen mit, eine zweite brauchst du nicht. Das gilt für private wie für gewerbliche Flüge gleichermaßen.
Nach der Registrierung bekommst du eine Betreibernummer. Die muss sichtbar an der Drohne angebracht sein.
Der Punkt, den fast alle übersehen: Wer kein norwegischer Staatsbürger ist, muss vor dem Flug melden, dass er mit einem Sensor unterwegs ist. Das gilt auch für eine ganz normale Kamera. Die Meldung läuft über die norwegische Sicherheitsbehörde NSM.
Die Registrierung als Betreiber hängt nicht am Gewicht deiner Drohne.
Ab 250 Gramm ja. Als EU-Bürger machst du den EASA-Führerschein in deinem Heimatland. Die Schulung und die Prüfung laufen komplett online. Er gilt europaweit und damit auch in Norwegen. Eine norwegische Prüfung brauchst du nicht.
Unter 250 Gramm entfällt der Führerschein. Die Flugregeln gelten trotzdem, also Höhe, Sichtkontakt und Sperrgebiete.
Die Schulung deckt die Grundlagen ab: Luftraum, Flughöhe, Sicherheitsabstände und Sperrzonen. Am Ende steht ein Onlinetest. Das Zertifikat ist fünf Jahre gültig, danach wiederholst du die Prüfung.
Solange du in der offenen Kategorie fliegst, gelten für gewerbliche Aufnahmen dieselben Regeln wie für private. Erst außerhalb dieser Kategorie brauchst du eine gesonderte Genehmigung, etwa für Flüge über Menschenansammlungen oder außerhalb der Sichtweite.
Ab 250 Gramm brauchst du den EASA-Führerschein. Den machst du zuhause und nicht in Norwegen, er gilt in ganz Europa.
Norwegen bietet zwar viele atemberaubende Landschaften für Drohnenflüge, doch es gibt klare No-Fly-Zones, in denen Drohnenflüge streng verboten sind. Um Probleme zu vermeiden, ist es wichtig, diese Gebiete zu kennen und die Regeln zu befolgen.
Wie in den meisten Ländern sind Drohnenflüge in der Nähe von Flughäfen strengstens verboten. In Norwegen gilt ein Sicherheitsabstand von mindestens 5 Kilometern rund um Flughäfen und Start- und Landebahnen. Auch in der Nähe von militärischen Einrichtungen sind Drohnenflüge nicht erlaubt.
Norwegen legt großen Wert auf den Schutz seiner Natur. Deshalb ist das Fliegen von Drohnen in vielen Nationalparks und Naturschutzgebieten nicht gestattet. Dazu gehören beliebte Regionen wie der Jotunheimen-Nationalpark oder der Hardangervidda-Nationalpark. Drohnen können Wildtiere stören und die empfindliche Natur negativ beeinflussen. Es ist wichtig, sich im Voraus zu informieren, welche Gebiete betroffen sind, um Strafen zu vermeiden.
In belebten städtischen Gebieten oder bei großen Menschenansammlungen, z. B. bei öffentlichen Veranstaltungen, ist das Fliegen von Drohnen ebenfalls verboten. Die Privatsphäre und Sicherheit der Menschen hat hier Vorrang. Für Flüge in urbanen Gebieten oder bei speziellen Anlässen musst du vorab eine Genehmigung einholen.
Auch das Fliegen über Privatgrundstücke kann problematisch sein, wenn du die Einwilligung der Grundstücksbesitzer nicht hast. In Norwegen wird die Privatsphäre sehr ernst genommen, und unbefugte Aufnahmen von Grundstücken oder Menschen können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Es gibt mehrere Apps und Karten, die dir helfen, No-Fly-Zones in Norwegen zu identifizieren. Diese Tools zeigen dir genau, wo du fliegen darfst und welche Gebiete gesperrt sind. Die offizielle Karte ist droneflykart.no. Sie ist kostenlos und zeigt alle Flugbeschränkungsgebiete in Norwegen. Für kurzfristige Sperrungen, etwa bei Rettungseinsätzen oder Militärübungen, gibt es zusätzlich ippc.no. Die Zonen in DJI Fly oder AirMap sind praktisch, wenn du schon draußen stehst, sie stammen aber vom Hersteller und weichen gelegentlich ab. Im Zweifel gilt die norwegische Karte.
Beim Drohnenfliegen in Norwegen gelten klare Regeln, was die maximale Flughöhe und den Abstand zu Menschen und Gebäuden betrifft. Diese Vorschriften dienen der Sicherheit und sollen Unfälle sowie Störungen vermeiden.
In Norwegen darfst du deine Drohne nicht höher als 120 Meter über dem Boden fliegen. Diese Regel entspricht der allgemeinen europäischen Vorschrift für Drohnenflüge und sorgt dafür, dass Drohnen außerhalb des Luftraums bleiben, der für bemannte Flugzeuge reserviert ist. Achte darauf, dass du diesen Höhenbereich nicht überschreitest, um Probleme mit den Behörden zu vermeiden.
Feste Meterangaben für alle Fälle gibt es nicht. Wie nah du an Menschen heranfliegen darfst, hängt an der Unterkategorie.
A1 gilt für leichte Drohnen bis 900 Gramm. Unter 250 Gramm darfst du auch über unbeteiligte Personen fliegen, vermeiden solltest du es trotzdem. Ab 250 Gramm ist Überfliegen tabu.
A2 gilt für Drohnen bis vier Kilogramm und setzt eine Zusatzprüfung voraus. Hier gilt ein Mindestabstand von 30 Metern zu unbeteiligten Personen, im Langsamflugmodus fünf. Dazu die 1:1-Regel: Der seitliche Abstand soll mindestens der Flughöhe entsprechen.
A3 ist die Kategorie für größere Drohnen. Dort hältst du 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten, und im Einsatzgebiet dürfen keine Unbeteiligten sein.
Für die meisten Reisenden mit einer Mini-Drohne heißt das: A1, kein Flug über Köpfen, sonst gesunder Menschenverstand.
Hier gibt es keine Zahl, dafür klare Konsequenzen. Wildtiere aufzuscheuchen ist in Norwegen strafbar, und Elche, Rentiere und Seeadler reagieren früher auf eine Drohne, als man denkt. Wenn ein Tier den Kopf hebt und dich sucht, bist du schon zu nah.
Flug auf Sicht
Die Drohne muss während des ganzen Fluges sichtbar bleiben, ohne Verlass auf GPS oder Automatik. In Norwegen wird das schneller zum Thema, als man denkt: Nebel zieht in Minuten auf, und bei Schneetreiben verlierst du eine graue Drohne vor grauem Himmel sofort.
Nachtflug ist dagegen nicht grundsätzlich verboten. In der offenen Kategorie darfst du fliegen, solange die Drohne ein grün blinkendes Licht trägt. Für Nordlichtaufnahmen ist das der entscheidende Punkt. Nur nützt dir die Erlaubnis wenig, wenn du die Drohne im Dunkeln nicht mehr siehst.
Maximal 120 Meter über Grund, die Drohne immer in Sichtweite, und der Abstand zu Menschen richtet sich nach deiner Unterkategorie.
In Norwegen ist für Drohnen über 250 Gramm eine Haftpflichtversicherung Pflicht. Sie schützt vor Schäden, die durch den Drohnenbetrieb entstehen, z. B. an Personen oder Eigentum. Auch für leichtere Drohnen ist eine Versicherung sinnvoll.
Für kommerzielle Flüge ist eine Versicherung unabhängig vom Gewicht zwingend vorgeschrieben. Die Kosten variieren je nach Drohne, Verwendungszweck und Deckungssumme, beginnen aber oft ab 50-100 Euro pro Jahr.
Norwegen mit Drohne
Der bürokratische Teil ist schneller erledigt, als man denkt, und passiert ohnehin zuhause: Registrierung, ab 250 Gramm der Führerschein, dazu die Haftpflicht. In Norwegen kommt nur die Meldung bei der Sicherheitsbehörde dazu. Was dir niemand abnimmt, ist die Entscheidung, wann du die Drohne besser im Rucksack lässt. Bei Sturm, in der Nähe von Tieren, oder wenn außer dir noch jemand die Stille sucht.
— Bjoern Templ, geschrieben in Zermatt
Ja. Norwegen gehört zum EASA-Luftraum, es gelten dieselben Regeln wie in der EU. In der offenen Kategorie fliegst du bis 120 Meter Höhe, immer in Sichtweite und mit mindestens fünf Kilometern Abstand zu Flughäfen. Dazu kommen gesperrte Gebiete, die du vor dem Start prüfen solltest.
Ja, und zwar unabhängig vom Gewicht. Als EU-Bürger registrierst du dich in deinem Heimatland als Drohnenbetreiber, diese Registrierung gilt in Norwegen mit. Eine zweite brauchst du nicht. Wer nicht aus der EU kommt, registriert sich in Norwegen oder in dem EU-Land, in dem er zuerst fliegen will. Die Betreibernummer muss sichtbar an der Drohne kleben.
Ab 250 Gramm ja. Den EASA-Führerschein machst du in deinem Heimatland, Schulung und Prüfung laufen komplett online. Er gilt europaweit und damit auch in Norwegen. Unter 250 Gramm entfällt er, die Flugregeln gelten trotzdem.
Ja, und das übersehen die meisten. Wer kein norwegischer Staatsbürger ist, muss vor dem Flug melden, dass er mit einem Sensor unterwegs ist. Das gilt auch für eine ganz normale Kamera. Die Meldung läuft über die norwegische Sicherheitsbehörde NSM und ist kostenlos.
Nachtflug ist nicht grundsätzlich verboten. In der offenen Kategorie darfst du fliegen, solange die Drohne ein grün blinkendes Licht trägt. Für Nordlichtaufnahmen ist das der entscheidende Punkt. Die Sichtregel bleibt aber bestehen, und im Dunkeln ist sie schwerer einzuhalten, als sie klingt.
Akkus gehören zwingend ins Handgepäck, im Koffer sind sie wegen der Brandgefahr nicht erlaubt. Die Drohne selbst nimmst du am besten ebenfalls mit in die Kabine. Die Propeller schraube ich vorher ab und lege sie in den Koffer, sie sind spitz und sorgen an der Sicherheitskontrolle sonst für Rückfragen.
Meistens nicht. Viele Schutzgebiete haben eigene Regeln, und einige sind vor Ort ausgeschildert, längst nicht alle. Prüfe die Gebiete vorher auf droneflykart.no. Unabhängig davon gilt: Wildtiere aufzuscheuchen ist in Norwegen strafbar.
Auf den Lofoten ja, außerhalb der Ortschaften und mit Abstand zu den kleinen Flugplätzen. In Tromsø wird es eng: Der Flughafen liegt auf derselben Insel wie die Innenstadt, und mit fünf Kilometern Sperrradius fällt ein großer Teil der Stadt weg. Wer dort Luftaufnahmen will, fährt besser raus aufs Festland oder nach Kvaløya.

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Hey, ich bin Bjoern. Schön, bist du hier. Seit meiner ersten Reise in den Norden habe ich eine große Leidenschaft für diese einzigartigen Regionen der Erde entwickelt. Jedes Jahr zieht es mich daher zurück in diese stillen, faszinierenden Landschaften, die eine besondere Ruhe ausstrahlen und mich tief bewegen.
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