
Reinebringen Lofoten: 1.978 Stufen zur schönsten Aussicht Norwegens
Der Reinebringen ist die berühmteste Wanderung der Lofoten: 1.978 Sherpa-Stufen, spektakulärer Blick über Reine. Alles zu Route, Anfahrt, Parken & bester Zeit.
Zuletzt aktualisiert: 18.07.2026 | Lesezeit: ca. 10 min.
Ein Beitrag von Bjoern Templ
Was du für Norwegen einpackst, entscheidet darüber, ob du bei Schneeregen nach zehn Minuten zurück ins Auto flüchtest – oder ob der Tag draußen gar kein Ende haben soll. Meine Erfahrung stammt aus dem Winter in Nordnorwegen, und da zeigt sich schnell, was in der Tasche fehlt.
In diesem Artikel findest du mein Packlisten-Planungstool für deine individuelle Reise – direkt hier zum Abhaken oder als PDF zum Ausdrucken. Viel Spaß beim Packen.
Der größte Irrtum beim Winterpacken: Es geht nicht nur um Kälte. An der Küste Nordnorwegens hält der Golfstrom die Temperaturen oft um den Gefrierpunkt – und was dann vom Himmel kommt, ist selten Pulverschnee, sondern nasser Schnee oder Regen. Deine Ausrüstung muss deshalb zwei Dinge gleichzeitig können: wärmen und trockenhalten. Eine dicke Jacke, die durchweicht, hilft dir nicht weiter. Erst im Landesinneren dreht sich das Bild: trockener, dafür deutlich kälter.
Dazu kommt das Licht, oder besser: sein Fehlen. Nördlich des Polarkreises bleibt die Sonne im Dezember unter dem Horizont. Die Stirnlampe wird damit vom netten Extra zum wichtigsten Teil im Rucksack. Wer Polarlichter sehen will, steht außerdem lange still in der Nacht. Die isolierte Jacke brauchst du weniger fürs Gehen als fürs Warten.
Meine Reisen fallen meist in den Winter, eine Zeit, in der Schneetreiben und Regen am selben Tag zusammenkommen können. Genau dafür ist die Winterliste gebaut.
Der Sommer verlangt etwas anderes: keine Extreme, sondern Wechsel. Die Mitternachtssonne macht die Tage endlos, aber die Abende bleiben kühl, und zwischen Sonne und Regenschauer liegt oft nur eine Stunde. Hier zählt das Zwiebelprinzip – mehrere dünne Schichten statt einer dicken. Dazu Regenschutz für dich und den Rucksack, und an Gewässern ein Mückenspray.
Beide Listen im Planungstool oben sind genau darauf abgestimmt. Stell den Filter um und die Ausrüstung passt sich an.
Die richtige Ausrüstung macht hier den Unterschied.
Diese Liste ist keine Theorie. Jedes Teil darin hat sich draußen beweisen müssen – manche bei Bedingungen, die ich so nicht bestellt hatte.
Mein wichtigstes Ausrüstungsteil ist eine richtig warme Jacke – und das gilt ausdrücklich auch für die milderen Küstenregionen wie die Lofoten oder Tromsø. Die Nähe zum Meer, die feuchte Luft und der oft heftige Wind lassen Temperaturen um null Grad deutlich kälter wirken, als das Thermometer behauptet. Der Körper kühlt schnell aus. Ende November bin ich auf Senja den Hesten hinaufgewandert: unten verhältnismäßig angenehm, weiter oben tobte bei etwa null Grad ein Sturm, wie ich ihn in Norwegen selten erlebt habe – Böen bis 100 km/h waren an dem Tag gemeldet. In solchen Momenten macht eine Jacke mit Kapuze, die sich eng zuziehen lässt, den Unterschied.
Über die Beine verliert der Körper mehr Wärme, als die meisten denken. Eine gefütterte Hose gehört deshalb für mich zur Grundausstattung. Dazu eine Hardshell- oder Regenhose – spätestens Pflicht, wenn du mehrere Tage mit dem Zelt unterwegs bist und nichts trocknen kannst. Bei der Regenjacke achte ich auf eine Wassersäule von mindestens 28.000 Millimetern.
Die kälteste Disziplin im Norden ist nicht das Wandern – es ist das Warten. Bei der Polarlichtjagd stehst du zwei, drei Stunden fast bewegungslos in der Nacht, und man unterschätzt jedes Mal, wie kalt das wird. Mein Aufbau von unten: Wandersocken, darüber Wollsocken, Wanderschuhe. Lange Merino-Unterhose, darüber die gefütterte Hose. Oben Merino als Base Layer, Fleece darüber, dann die dicke Jacke – und bei starkem Wind kommt über alles noch die Hardshell. Richtig dicke Handschuhe, die die Finger zwischen zwei Kameraeinstellungen wieder aufwärmen, wenn sie am Auslöser schon halb festfrieren. Haube auf, Kapuze drüber – und wenn der Wind richtig beißt, eine Sturmhaube, bei der nur die Augen frei bleiben. Und die Akkus? Ja, die Kälte leert sie schneller. Aber nicht so dramatisch, wie oft behauptet wird: Ich habe immer einen Reserveakku dabei, meistens reicht mir aber einer pro Nordlicht-Session.
Für vereiste Gehwege im Ort reichen Grödel. Sobald es aber in richtiges Gelände geht, vertraue ich ihnen nicht mehr – dann kommen Steigeisen an die Schuhe. Beispiel Reinebringen im Winter: Ich wäre auch ohne irgendwie hoch- und wieder runtergekommen. Aber ein Ausrutscher an der falschen Stelle reicht, und genau dafür ist verlässliches Equipment da. Dazu gehört ein richtiger Bergschuh: Ich trage La Sportiva – stabil, wasserfest, steigeisentauglich und warm. Dieselben Schuhe, mit denen ich auf Schweizer Viertausendern unterwegs bin. All das braucht es auch in der Arktis.
Wer im norwegischen Winter campen will, sollte ausschließlich in Top-Equipment investieren. In Skjervøy habe ich einmal eine Nacht und einen ganzen Tag im Zelt ausgeharrt, weil der Sturm die Orca-Tour gestrichen hatte. Dass diese Geschichte heute eine Anekdote ist und keine Notlage wurde, lag am Zelt. Der Wind kann da oben Stärken erreichen, denen billiges Material schlicht nicht standhält. Das ist keine Ausgabe für Komfort – das ist eine Investition in deine Sicherheit.
Alle Links sind Empfehlungs-Links — Produkte, die ich selbst gekauft habe und nutze.
Seit 18 Jahren mein Begleiter im hohen Norden
Eine Liste, zwei Jahreszeiten, kein Teil zu viel.
Zwischen einem verkorksten Tag und einem, der kein Ende haben soll, liegen oft nur eine gute Jacke und trockene Füße. Pack weniger, aber das Richtige – die Liste oben nimmt dir das Raten ab. Und wenn der Haken hinter dem letzten Teil sitzt: god tur.
— Bjoern Templ, geschrieben in Zermatt
Absolut — Norweger kleiden sich im Alltag betont leger, mit Jeans bist du überall passend angezogen, auch im Restaurant. Nur auf Wanderungen gehört sie nicht: Sobald Regen wahrscheinlich ist, bleibt meine im Auto, denn Baumwolle saugt sich voll und trocknet tagelang nicht. Bei stabilem Wetter trage ich selbst gern eine.
Die Grundausstattung: warme Jacke mit Kapuze, gefütterte Hose, Merino-Unterwäsche, Wollsocken, warme wasserdichte Schuhe, Mütze, Handschuhe und eine Stirnlampe — nördlich des Polarkreises wird es früh dunkel. Für Winterwanderungen kommen Grödel oder Steigeisen dazu. Die komplette Liste mit Stückzahlen steht im Planungstool oben.
Eine richtig warme, isolierte Jacke mit Kapuze, die sich eng zuziehen lässt — an der windigen Küste macht genau das den Unterschied. Bei starkem Wind oder Schneeregen kommt darüber eine Hardshell mit einer Wassersäule ab 28.000 mm.
Drei Schichten: Merino direkt auf der Haut, Fleece darüber, außen die dicke Jacke — bei Wind zusätzlich eine Hardshell. Untenrum lange Merino-Unterhose plus gefütterte Hose, dazu Wollsocken über Wandersocken. Wie das bei einer dreistündigen Polarlichtnacht konkret aussieht, zeige ich oben im Artikel.
Mehrere dünne Schichten statt einer dicken: T-Shirt oder Merino-Shirt, darüber je nach Wetter Fleece oder Wollpullover. Die Mitternachtssonne täuscht — die Abende bleiben kühl, und zwischen Sonne und Regenschauer liegt oft nur eine Stunde. Regenschutz gehört deshalb auch im Juli in den Tagesrucksack.
Die wichtigste Jacke ist die Hardshell: Sie hält die häufigen Regenschauer ab und blockt gleichzeitig den Wind — mehr braucht es als Außenschicht nicht. Darunter reicht je nach Wetter ein Fleece oder der Wollpullover für die kühlen Abende. Auf eine dicke Winterjacke kannst du im Sommer verzichten.

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Hey, ich bin Bjoern. Schön, bist du hier. Seit meiner ersten Reise in den Norden habe ich eine große Leidenschaft für diese einzigartigen Regionen der Erde entwickelt. Jedes Jahr zieht es mich daher zurück in diese stillen, faszinierenden Landschaften, die eine besondere Ruhe ausstrahlen und mich tief bewegen.
Meine Empfehlungen stammen aus eigener Erfahrung: Unterkünfte, die den Norden spürbar machen, stilvoll eingerichtet, ruhig gelegen und voller einzigartiger Atmosphäre.