Zuletzt aktualisiert: 07.07.2026 | Lesezeit: ca. 17 min.

Lofoten Norwegen: Reiseplanung mit Karte, Anreise & Tipps

Ein Beitrag von Bjoern Templ

Lofoten Norwegen

Das Wesentliche in Kürze

Lohnt sich eine Reise auf die Lofoten?

Ja – die Lofoten gehören zu den beeindruckendsten Reisezielen Europas: eine Inselkette hoch über dem Polarkreis, auf der Fischerdörfer, weiße Strände und steile Berge auf engstem Raum zusammenkommen. Gut zu wissen: Die Inseln sind kein Geheimtipp mehr – mit der richtigen Reisezeit findest du trotzdem stille Momente.

Hinweis: Enthält Empfehlungs-Links

Drohnenaufnahme von den verschneiten Lofoten bei Ramberg im Winter, Sonnenuntergang mit goldenem Licht

Mehr Inspiration für deine Nordnorwegen Reise

Alle Tipps und Highlights für Nordnorwegen auf einen Blick: Nordnorwegen Guide

Inhalt

    Lofoten Karte: die wichtigsten Orte im Überblick

    Lofoten Karte mit den wichtigsten Orten entlang der E10: Svolvær, Henningsvær, Leknes, Nusfjord, Reine und Å, dazu Fähre von Bodø nach Moskenes und Flugverbindungen

    Karte der Lofoten mit den wichtigsten Orten entlang der E10 – gelb markiert die drei Ankunftsorte Svolvær, Leknes und Moskenes.

    Wo liegen die Lofoten?

    Die Lofoten sind eine Inselgruppe im Norden Norwegens, auf Höhe des 68. Breitengrads und damit deutlich nördlich des Polarkreises. Vom Festland trennt sie der Vestfjord, nach Westen öffnet sich das Europäische Nordmeer.

     

    So arktisch die Lage klingt, so gemäßigt ist das Klima: Der Golfstrom hält die Küste eisfrei und die Winter deutlich milder, als es der Breitengrad vermuten lässt. Kalt wird es trotzdem – aber eben nicht sibirisch.

    Klimadiagramm Lofoten: Svolvaer - zeigt dem Besucher Tages und Nachttemperaturen im Durchschnitt für das gesamte Jahr

    Von Svolvær im Nordosten bis zum Dorf Å am südwestlichen Ende sind es rund 130 Kilometer auf der E10. Auf der Karte wirkt das kompakt, aber plane die Strecken großzügig: Die Straße ist kurvig, und du wirst öfter anhalten, als du denkst.

    Henningsvær

    Eines der malerischen Fischerdörfer auf den Lofoten

    Anreise auf die Lofoten

    Die Lofoten sind nicht gerade um die Ecke – aber genau das gehört dazu. Drei Wege führen auf die Inseln, und alle drei siehst du auf der Karte oben: das Flugzeug, die Fähre und die E10.

     

    Flughafen Lofoten: Svolvær, Leknes und Evenes

    Direkt auf den Inseln liegen zwei kleine Flughäfen: Svolvær und Leknes. Beide werden von Widerøe angeflogen, in der Regel mit Umstieg in Bodø oder Oslo. Kurz und praktisch – aber die kleinen Maschinen haben ihren Preis.

     

    Die dritte Option liegt auf dem Festland: Harstad/Narvik (Evenes) mit Direktflügen ab Oslo. Von dort sind es mit dem Mietwagen rund zweieinhalb Stunden über die E10 bis Svolvær – und diese Strecke ist kein verlorener Reisetag, sondern schon der Anfang der Landschaft, für die du gekommen bist.

     

    Mit der Fähre auf die Lofoten

    Wer über Bodø reist, nimmt die Autofähre nach Moskenes im Südwesten der Inseln. Die Überfahrt dauert rund drei Stunden und bringt dich direkt dorthin, wo die Lofoten am dramatischsten sind – Reine und Å liegen nur wenige Minuten vom Fährhafen entfernt. In der Hauptsaison solltest du die Fähre unbedingt vorab buchen.

     

    Mit dem Auto über die E10

    Die E10 beginnt im schwedischen Luleå und endet in Å – ihr norwegischer Abschnitt trägt den Namen König-Olav-V.-Straße. Seit die Festlandverbindung steht, erreichst du die Lofoten komplett ohne Fähre.

    Strand von Ramberg auf den Lofoten im Winter zur blauen Stunde, mit Schnee und rotem Rorbu

    Ramberg Anfang Dezember, kurz vor der Polarnacht

    ROADTRIP VON TROMSØ BIS Å I LOFOTEN.

    Die schönsten Orte der Lofoten im Überblick

    Ein paar Namen wirst du bei deiner Planung immer wieder lesen – hier siehst du sie auf einen Blick, gruppiert in Fischerdörfer, Strände, Wanderungen und Hafenorte. Tippe einen Ort an und du erfährst in zwei Sätzen, was ihn besonders macht.

    Fischerdörfer Reine Hamnøy Henningsvær Nusfjord Å i Lofoten Ballstad Strände Haukland Uttakleiv Kvalvika Ramberg Wanderungen Reinebringen Ryten Festvågtind Hafenorte Svolvær Stamsund Kabelvåg
    Tippe einen Ort an
    Entdecke die Orte

    Fahre mit der Maus über einen Ort – oder tippe ihn an – und erfahre in zwei Sätzen, was ihn besonders macht.

    Wie viel Zeit für deinen Lofoten-Urlaub?

    Die Distanzen auf den Lofoten sind kurz, die Tage trotzdem schnell voll. Das Wetter bestimmt das Programm mit, und kaum eine Strecke fährst du ohne Zwischenstopp durch.

     

    Als grobe Orientierung: Für die Orte entlang der E10 solltest du mindestens drei bis vier volle Tage einplanen. Wer wandern will, gibt sich besser eine Woche – nicht, weil die Wege weit sind, sondern weil du dem Wetter Spielraum lassen musst.

     

    Auf meinen Roadtrips habe ich gewöhnlich fünf Tage auf den Lofoten verbracht. Genug Zeit, um viel zu erleben – und genug, um runterzukommen. Im Winter kommt ein Argument dazu: Mit jeder weiteren Nacht steigt die Chance auf Nordlichter.

    Hamnøy

    Kaum ein Ort verkörpert die Lofoten besser.

    Beste Reisezeit für die Lofoten

    Beste Reisezeit – was heißt das eigentlich für dich? Wer sich die Frage ehrlich stellt, merkt schnell: Die eine beste Reisezeit gibt es nicht. Es gibt zwei sehr verschiedene Lofoten.

     

    Du fährst gern in der Autokolonne über die E10 und bekommst bei der Parkplatzsuche einen Blutdruck wie ein Presslufthammer? Dann nimm den Hochsommer. Spaß beiseite: Der Sommer hat gute Argumente – Mitternachtssonne, offene Wanderwege, Dörfer voller Leben. Du teilst sie nur mit ziemlich vielen Menschen.

    Der Winter dreht den Spieß um. Licht gibt es nur für ein paar Stunden, dazu Kälte und Straßen mit Charakter. Klingt nach einem schlechten Tausch? Ich kenne die Lofoten fast nur so – und hatte die schönsten Orte dafür oft für mich allein. Und in klaren Nächten stehen die Polarlichter über den Inseln.

    Hauptsaison Juni – August

    Sommer Mitternachtssonne

    Licht
    bis 24 Std. Mitternachtssonne 28. Mai – 14. Juli
    Temperatur
    ca. 10–14 °C Ausreißer über 20 °C möglich
    Wandern
    alle Wege offen beste Bedingungen des Jahres
    Baden
    max. ca. 13 °C nur für Tapfere
    Andrang
    Hochsaison Peak Mitte Juli – Mitte Aug.
    Buchen
    sehr früh Unterkünfte & Mietwagen
    Wetter-Plus
    Juni trockenster Monat

    Wer der größten Welle ausweichen will, zielt auf Juni oder Ende August.

    Nordlicht-Saison Dezember – März

    Winter Polarlichter

    Licht
    0–6 Std. Polarnacht 9. Dez. – 4. Jan.
    Temperatur
    um 0 °C Wind macht es kälter – bis −10 °C einplanen
    Nordlichter
    beste Chancen Mitte Jan. – Ende März
    Besonderheit
    „Fargetid“ blaurosa Zwielicht der Polarnacht
    Straßen
    winterlich Mietwagen mit Winterbereifung
    Andrang
    ruhig Fotografen-Peak Feb./März
    Planung
    Wetterpuffer Programm dem Tag anpassen

    Je mehr Nächte, desto höher die Chance auf klaren Himmel – und Polarlichter.

    Wandern, Kajak & Co.

    Vom Wasser aus zeigen sich die Inseln nochmal anders: Kajaktouren durch die stillen Buchten, Angelausflüge mit lokalen Fischern oder eine RIB-Tour in den engen Trollfjord, wo mit etwas Glück Seeadler über dem Boot kreisen. Im Winter kommen Nordlicht-Touren dazu.

    Erlebnisse auf den Lofoten – meine Auswahl

    Praktische Tipps für deine Lofoten-Reise

    Wetter

    Vier Jahreszeiten an einem Tag

    Zwiebellook statt dicker Einzeljacke – und eine wasserdichte Schicht gehört immer ins Gepäck, auch im Sommer. Plane Aktivitäten nach Vorhersage, nicht nach Wunschdenken.

    Das Wetter entscheidet mit – lass ihm Spielraum.

    Kosten

    Norwegen ist teuer – plane damit

    Restaurant und Tanken liegen spürbar über deutschem Niveau. Wer sparen will, kocht selbst: Fast alle Rorbuer haben Küchen, Supermärkte findest du in den größeren Orten. Bezahlt wird fast überall mit Karte.

    Bargeld habe ich in Norwegen praktisch nie gebraucht.

    Natur

    Jedermannsrecht – mit Respekt

    Norwegen schenkt dir viel Freiheit in der Natur. Sie funktioniert, solange alle die Grundregel halten: Hinterlasse keinen Ort schlechter, als du ihn vorgefunden hast. Bleib auf den Wegen – und wild parken ist keine Option.

    Die Lofoten tragen viele Besucher – hilf mit, dass es gut geht.

    Mein Fazit zu den Lofoten

    Es gibt Reiseziele, die man abhakt, und solche, zu denen man zurückkehrt. Die Lofoten gehören für mich zur zweiten Sorte – ich war mehrmals dort, und der Reiz hat sich nicht abgenutzt.

    Die gute Nachricht für deine Planung: Die Inseln sind unkompliziert. Eine Straße, kurze Wege, klare Entscheidungen – eigentlich brauchst du nur zwei davon. Wähle deine Jahreszeit, denn sie bestimmt, welche Lofoten du kennenlernst. Und nimm dir mehr Zeit, als der Blick auf die Karte vermuten lässt.

     

    Alles Weitere findest du in den verlinkten Guides – von den schönsten Orten bis zur Frage, wie sich die Inseln im Winter anfühlen. In diesem Sinne: gute Reise nach Norden.

    FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Thema "Lofoten"

    Zu welchem Land gehören die Lofoten?

    Die Lofoten gehören zu Norwegen. Die Inselgruppe liegt in der Provinz Nordland, im Norden des Landes und deutlich nördlich des Polarkreises.

    Eine Hauptstadt im eigentlichen Sinn haben die Lofoten nicht – der größte Ort und das Zentrum der Inseln ist Svolvær. Hier landen Flüge, starten viele Touren, und hier findest du die meiste Infrastruktur.

    Mindestens drei bis vier volle Tage für die Orte entlang der E10. Wer wandern will oder im Winter auf Nordlichter hofft, plant besser eine Woche ein – nicht wegen der Distanzen, sondern wegen des Wetters.

    Drei Wege führen auf die Inseln: per Flug nach Svolvær oder Leknes (meist über Bodø oder Oslo), mit der Autofähre von Bodø nach Moskenes oder mit dem Auto über die E10. Für Roadtrips ab Tromsø ist die E10 die schönste Wahl.

    Im Hochsommer: ja, spürbar – besonders zwischen Mitte Juli und Mitte August. Im Winter dagegen hatte ich die bekanntesten Orte oft fast für mich allein. Die Jahreszeit macht hier den Unterschied, nicht der Ort.

    Dieser Artikel wurde geschrieben von: Bjoern Templ

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    Hey, ich bin Bjoern. Schön, bist du hier. Seit meiner ersten Reise in den Norden habe ich eine große Leidenschaft für diese einzigartigen Regionen der Erde entwickelt. Jedes Jahr zieht es mich daher zurück in diese stillen, faszinierenden Landschaften, die eine besondere Ruhe ausstrahlen und mich tief bewegen.

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